Die Steuerberaterprüfung in den 21 Kammerbezirken
Welche Kammer ist zuständig?
Zulassung, Befreiung und organisatorische Durchführung der Prüfung sind Aufgaben der Steuerberaterkammer, in deren Bezirk der Bewerber bei Antragstellung vorwiegend beruflich tätig ist. Übt er keine Tätigkeit aus, entscheidet der Wohnsitz, bei mehreren Wohnsitzen der vorwiegende Aufenthalt. Liegt der maßgebliche Ort im Ausland, ist die Kammer am Ort der beabsichtigten Niederlassung im Inland zuständig, sonst die Kammer, bei der die Zulassung beantragt wurde.
Kammern können für Zulassung und Durchführung der Prüfung eine gemeinsame Stelle bilden. In Nordrhein-Westfalen ist das die Gemeinsame Prüfungsstelle der Steuerberaterkammern Düsseldorf, Köln und Westfalen-Lippe in Düsseldorf (errichtet zum 01.10.2008), in Baden-Württemberg die Steuerberaterprüfungsstelle Baden-Württemberg in Stuttgart für die Kammern Stuttgart, Nordbaden und Südbaden. Anträge gehen dort an die gemeinsame Stelle, nicht an die einzelne Kammer.
Abgenommen wird die Prüfung nicht von der Kammer, sondern von einem Prüfungsausschuss bei der für die Finanzverwaltung zuständigen obersten Landesbehörde des Landes, in dem der Bewerber zugelassen wurde. Diese Behörde gibt das Ergebnis bekannt und bescheinigt das Bestehen. Die Bundessteuerberaterkammer bezeichnet die Prüfung als Staatsprüfung, die Akademiker und Praktiker in gleicher Weise ablegen.
Alle Kammern im Überblick
Bestehensquote: Prüfung 2025/2026, bezogen auf die Teilnehmer der schriftlichen Prüfung.
| Kammer | Ort der Klausuren | Form 2026 | Gebühren | Quote |
|---|---|---|---|---|
| Nordbaden Baden-Württemberg | keine Ortsangabe (Steuerberaterprüfungsstelle Baden-Württemberg) | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.500 € | 44,7 % |
| Stuttgart Baden-Württemberg | keine Ortsangabe (Steuerberaterprüfungsstelle Baden-Württemberg) | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.500 € | 52,3 % |
| Südbaden Baden-Württemberg | keine Ortsangabe (Steuerberaterprüfungsstelle Baden-Württemberg) | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.500 € | 53,1 % |
| München Bayern | München, Deggendorf, Bad Aibling, Memmingen | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.350 € | 50,6 % |
| Nürnberg Bayern | Bamberg (Papier) · Fürth (digital) | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.350 € | 50,6 % |
| Berlin Berlin | Berlin, Messegelände (Halle 21) | nur Papier | 200 € + 1.000 € | 44,9 % |
| Brandenburg Brandenburg | 2026: Königs Wusterhausen · 2027: Leipzig (digital im Verbund) | nur Papier | 200 € + 1.200 € | 47,8 % |
| Bremen Bremen | wird mit der Ladung mitgeteilt | nur Papier | 250 € + 1.500 € | 48,1 % |
| Hamburg Hamburg | MesseHalle Hamburg-Schnelsen | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.600 € | 53,5 % |
| Hessen Hessen | Wetzlar, Buderus Arena | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.500 € | 50,9 % |
| Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern | keine Ortsangabe der Kammer | nur Papier | 400 € + 1.800 € | 18,8 % |
| Niedersachsen Niedersachsen | Langenhagen bei Hannover (abgeleitet; verbindlich ist die Ladung) | Wahl: digital oder Papier | 250 € + 1.200 € | 47,2 % |
| Düsseldorf Nordrhein-Westfalen | NRW-weit, u. a. Bielefeld, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster (Ladung entscheidet) | Wahl: digital oder Papier | 250 € + 1.200 € | 53,3 % |
| Köln Nordrhein-Westfalen | NRW-weit, u. a. Bielefeld, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster (Ladung entscheidet) | Wahl: digital oder Papier | 250 € + 1.200 € | 52,3 % |
| Westfalen-Lippe Nordrhein-Westfalen | NRW-weit, u. a. Bielefeld, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster (Ladung entscheidet) | Wahl: digital oder Papier | 250 € + 1.200 € | 49,1 % |
| Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz | Simmern und Riesweiler (voraussichtlich) | nur Papier | 200 € + 1.100 € | 52,5 % |
| Saarland Saarland | keine Ortsangabe der Kammer | nur Papier | 300 € + 1.250 € | 42,6 % |
| Sachsen Sachsen | Schkeuditz bei Leipzig | nur digital | 200 € + 1.750 € | 47,5 % |
| Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt | Magdeburg (Papier) · Schkeuditz (digital) | Wahl: digital oder Papier | 240 € + 1.300 € | 42,9 % |
| Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein | Neumünster | Wahl: digital oder Papier | 300 € + 1.500 € | 55,6 % |
| Thüringen Thüringen | digital: Schkeuditz (Sachsen); Papier: keine Ortsangabe | Wahl: digital oder Papier | 200 € + 1.300 € | 41,9 % |
Gebühren: Zulassungsantrag + Prüfungsgebühr, wie von den Kammern veröffentlicht. Quellen und Einzelheiten auf den Seiten der Kammern.
Nach Bundesland
Baden-Württemberg
- Steuerberaterkammer NordbadenMündliche: Beginn jeweils im Januar/Februar des Folgejahres (Internetseite der Prüfungsstelle); laut Merkblatt der Prüfungsstelle in der Regel Februar bis Mai · Quote 2025: 44,7 %
- Steuerberaterkammer StuttgartMündliche: in der Regel Ende Januar bis April des Folgejahres (Angabe der Steuerberaterkammer Stuttgart für Baden-Württemberg) · Quote 2025: 52,3 %
- Steuerberaterkammer SüdbadenMündliche: Beginn jeweils im Januar/Februar des Folgejahres (Internetseite der Prüfungsstelle); laut Merkblatt der Prüfungsstelle in der Regel Februar bis Mai · Quote 2025: 53,1 %
Bayern
Mecklenburg-Vorpommern
Nordrhein-Westfalen
- Steuerberaterkammer DüsseldorfMündliche: regelmäßig Mitte Februar bis Mitte April des Folgejahres (Prüfung 2026: 2027); Abweichungen möglich · Quote 2025: 53,3 %
- Steuerberaterkammer KölnMündliche: regelmäßig Mitte Februar bis Mitte April des Folgejahres (Prüfung 2026: 2027); Abweichungen möglich · Quote 2025: 52,3 %
- Steuerberaterkammer Westfalen-LippeMündliche: regelmäßig Mitte Februar bis Mitte April des Folgejahres (Prüfung 2026: 2027); Abweichungen möglich · Quote 2025: 49,1 %
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Wissen ist gut. Prüfungsreif ist besser.
Die Prüfung fragt nicht, ob Sie eine Norm kennen, sondern ob Sie sie unter Zeitdruck anwenden. Trainieren Sie genau das – jeden Tag ein Stück, bis es sitzt.
- Lernplan bis zu Ihrem Prüfungstermin
- Klausurfälle mit Korrektur nach Punkteschema
- Prüferfragen und Kurzvortrag für die Mündliche