Mündliche Prüfung: Zusätzliche Prüfungsgebiete

BWL & VWL in der Steuerberaterprüfung

BWL & VWL gehört im Lernpfad zu den Prüfungsgebieten der mündlichen Prüfung. Schwerpunkte: Investition, Finanzierung, Kostenrechnung, Volkswirtschaft. Hier finden Sie alle 2 Themen nach Prüfungsrelevanz.
Mündliche Prüfung8 Fragen zum Selbsttest

Alle Themen: BWL & VWL

Sortiert nach Prüfungsrelevanz. Themen mit Lerneinheit enthalten Theorie, Prüfungsschema, Musterfall und Challenges.

Challenge

BWL- und VWL-Check: 5 Fragen

Fragen aus verschiedenen Themen des Fachs BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken und ehrlich bewerten.

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    Prüferfrage · eigene Seite

    Ihr Mandant vergleicht zwei Maschinen und hat für die eine einen höheren Kapitalwert, für die andere einen höheren internen Zinsfuß ermittelt. Welche soll er nehmen?

    • Kapitalwert: Barwert aller Zahlungsüberschüsse abzüglich Anschaffungsauszahlung zum Kalkulationszins; vorteilhaft bei Kapitalwert größer null.
    • Interner Zinsfuß: Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist; vorteilhaft, wenn er über dem Kalkulationszins liegt.
    • Unterschiedliche Rangfolgen entstehen durch abweichende Wiederanlageprämissen (Kalkulationszins vs. interner Zins) sowie unterschiedliche Kapitalbindung und Laufzeiten.
    • Bei sich ausschließenden Alternativen ist der Kapitalwertmethode zu folgen, da ihre Wiederanlageprämisse realistischer ist.
    Typische Nachfrage: Wie würden Sie Ertragsteuern in die Kapitalwertberechnung einbeziehen?
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    Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?

    • Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität + (Gesamtkapitalrentabilität − Fremdkapitalzins) × Fremdkapital / Eigenkapital.
    • Solange die Gesamtkapitalrentabilität den Fremdkapitalzins übersteigt, steigt die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmendem Verschuldungsgrad.
    • Leverage-Risiko: Sinkt die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzins, wirkt der Hebel negativ und die Eigenkapitalrentabilität fällt überproportional.
    • Weitere Grenzen: steigende Fremdkapitalzinsen mit zunehmender Verschuldung, Liquiditäts- und Insolvenzrisiko.
    Typische Nachfrage: Welche Rolle spielt die steuerliche Abziehbarkeit von Zinsen, und wo begrenzt die Zinsschranke dies?
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    Systematisieren Sie bitte die Finanzierungsformen eines Unternehmens. Wo würden Sie Leasing und Rückstellungen einordnen?

    • Nach der Mittelherkunft: Außenfinanzierung (Einlagen, Kredite) und Innenfinanzierung (Gewinnthesaurierung, Abschreibungsrückflüsse, Rückstellungen, Vermögensumschichtung).
    • Nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber: Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung; Mischformen (Mezzanine-Kapital, stille Beteiligung, Genussrechte).
    • Rückstellungen sind Innenfinanzierung mit Fremdkapitalcharakter (Finanzierung aus Rückstellungen, insbesondere Pensionsrückstellungen).
    • Leasing ist ein Kreditsubstitut: Nutzung ohne Kapitalbindung; Zurechnung nach den Leasingerlassen bzw. § 39 AO.
    Typische Nachfrage: Was besagt die goldene Finanzierungsregel?
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    Ein Mandant, der Gartenmöbel herstellt, erhält eine Zusatzanfrage zu einem Preis unter seinen Vollkosten. Er hat freie Kapazitäten. Wie beraten Sie ihn?

    • Entscheidung auf Teilkostenbasis (Deckungsbeitragsrechnung): Deckungsbeitrag = Erlös − variable Kosten.
    • Kurzfristige Preisuntergrenze bei freien Kapazitäten sind die variablen Stückkosten; jeder positive Deckungsbeitrag verbessert das Ergebnis, da die Fixkosten ohnehin anfallen.
    • Langfristig müssen die Vollkosten gedeckt werden (langfristige Preisuntergrenze).
    • Zu beachten sind Rückwirkungen auf das bestehende Preisgefüge, Kundenreaktionen und eventuelle Engpässe; bei Engpässen ist der relative Deckungsbeitrag je Engpasseinheit maßgeblich.
    Typische Nachfrage: Wie berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-even-Menge)?
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    Grenzen Sie bitte Kosten und Aufwand voneinander ab und nennen Sie Beispiele für Anders- und Zusatzkosten.

    • Aufwand ist der periodisierte Werteverzehr in der Finanzbuchhaltung; Kosten sind der bewertete, sachzielbezogene Güterverbrauch in der Kosten- und Leistungsrechnung.
    • Neutraler Aufwand (betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) ist kein Kostenbestandteil.
    • Anderskosten: Kosten, denen Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht, z. B. kalkulatorische Abschreibungen auf Wiederbeschaffungswerte.
    • Zusatzkosten: Kosten ohne Aufwand, z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Eigenkapitalzinsen, kalkulatorische Miete.
    Typische Nachfrage: Wie funktioniert ein Betriebsabrechnungsbogen?
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