Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?
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Aus dem Fach BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken und ehrlich bewerten.
- 1Prüferfrage
Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?
- Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität + (Gesamtkapitalrentabilität − Fremdkapitalzins) × Fremdkapital / Eigenkapital.
- Solange die Gesamtkapitalrentabilität den Fremdkapitalzins übersteigt, steigt die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmendem Verschuldungsgrad.
- Leverage-Risiko: Sinkt die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzins, wirkt der Hebel negativ und die Eigenkapitalrentabilität fällt überproportional.
- Weitere Grenzen: steigende Fremdkapitalzinsen mit zunehmender Verschuldung, Liquiditäts- und Insolvenzrisiko.
Typische Nachfrage: Welche Rolle spielt die steuerliche Abziehbarkeit von Zinsen, und wo begrenzt die Zinsschranke dies? - 2Prüferfrage · eigene Seite
Ihr Mandant vergleicht zwei Maschinen und hat für die eine einen höheren Kapitalwert, für die andere einen höheren internen Zinsfuß ermittelt. Welche soll er nehmen?
- Kapitalwert: Barwert aller Zahlungsüberschüsse abzüglich Anschaffungsauszahlung zum Kalkulationszins; vorteilhaft bei Kapitalwert größer null.
- Interner Zinsfuß: Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist; vorteilhaft, wenn er über dem Kalkulationszins liegt.
- Unterschiedliche Rangfolgen entstehen durch abweichende Wiederanlageprämissen (Kalkulationszins vs. interner Zins) sowie unterschiedliche Kapitalbindung und Laufzeiten.
- Bei sich ausschließenden Alternativen ist der Kapitalwertmethode zu folgen, da ihre Wiederanlageprämisse realistischer ist.
Typische Nachfrage: Wie würden Sie Ertragsteuern in die Kapitalwertberechnung einbeziehen? - 3Prüferfrage · eigene Seite
Systematisieren Sie bitte die Finanzierungsformen eines Unternehmens. Wo würden Sie Leasing und Rückstellungen einordnen?
- Nach der Mittelherkunft: Außenfinanzierung (Einlagen, Kredite) und Innenfinanzierung (Gewinnthesaurierung, Abschreibungsrückflüsse, Rückstellungen, Vermögensumschichtung).
- Nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber: Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung; Mischformen (Mezzanine-Kapital, stille Beteiligung, Genussrechte).
- Rückstellungen sind Innenfinanzierung mit Fremdkapitalcharakter (Finanzierung aus Rückstellungen, insbesondere Pensionsrückstellungen).
- Leasing ist ein Kreditsubstitut: Nutzung ohne Kapitalbindung; Zurechnung nach den Leasingerlassen bzw. § 39 AO.
Typische Nachfrage: Was besagt die goldene Finanzierungsregel? - 4Prüferfrage · eigene Seite
Ein Mandant, der Gartenmöbel herstellt, erhält eine Zusatzanfrage zu einem Preis unter seinen Vollkosten. Er hat freie Kapazitäten. Wie beraten Sie ihn?
- Entscheidung auf Teilkostenbasis (Deckungsbeitragsrechnung): Deckungsbeitrag = Erlös − variable Kosten.
- Kurzfristige Preisuntergrenze bei freien Kapazitäten sind die variablen Stückkosten; jeder positive Deckungsbeitrag verbessert das Ergebnis, da die Fixkosten ohnehin anfallen.
- Langfristig müssen die Vollkosten gedeckt werden (langfristige Preisuntergrenze).
- Zu beachten sind Rückwirkungen auf das bestehende Preisgefüge, Kundenreaktionen und eventuelle Engpässe; bei Engpässen ist der relative Deckungsbeitrag je Engpasseinheit maßgeblich.
Typische Nachfrage: Wie berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-even-Menge)? - 5Prüferfrage · eigene Seite
Grenzen Sie bitte Kosten und Aufwand voneinander ab und nennen Sie Beispiele für Anders- und Zusatzkosten.
- Aufwand ist der periodisierte Werteverzehr in der Finanzbuchhaltung; Kosten sind der bewertete, sachzielbezogene Güterverbrauch in der Kosten- und Leistungsrechnung.
- Neutraler Aufwand (betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) ist kein Kostenbestandteil.
- Anderskosten: Kosten, denen Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht, z. B. kalkulatorische Abschreibungen auf Wiederbeschaffungswerte.
- Zusatzkosten: Kosten ohne Aufwand, z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Eigenkapitalzinsen, kalkulatorische Miete.
Typische Nachfrage: Wie funktioniert ein Betriebsabrechnungsbogen?
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- Ein Mandant will seine GmbH-Anteile an einen Investor verkaufen und fragt nach dem Unternehmenswert. Welche Verfahren der Unternehmensbewertung …Prüferfrage
- Welche geldpolitischen Instrumente hat die Europäische Zentralbank, und welches Ziel verfolgt sie?Prüferfrage
- Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen nachfrageinduzierter und angebotsinduzierter Inflation und die wirtschaftspolitischen Antworten darauf.Prüferfrage
Wissen ist gut. Prüfungsreif ist besser.
Die Prüfung fragt nicht, ob Sie eine Norm kennen, sondern ob Sie sie unter Zeitdruck anwenden. Trainieren Sie genau das – jeden Tag ein Stück, bis es sitzt.
- Lernplan bis zu Ihrem Prüfungstermin
- Klausurfälle mit Korrektur nach Punkteschema
- Prüferfragen und Kurzvortrag für die Mündliche