Prüferfrage · BWL & VWL

Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen nachfrageinduzierter und angebotsinduzierter Inflation und die wirtschaftspolitischen Antworten darauf.

Prüferfrage zu BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken.
Challenge

Ihre Antwort? Diese und 4 weitere Fragen

Aus dem Fach BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken und ehrlich bewerten.

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    Prüferfrage

    Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen nachfrageinduzierter und angebotsinduzierter Inflation und die wirtschaftspolitischen Antworten darauf.

    • Nachfrageinflation: gesamtwirtschaftliche Nachfrage übersteigt das Angebot (z. B. expansive Fiskal- oder Geldpolitik, Konsumboom).
    • Angebotsinflation: Kostensteigerungen (z. B. Energiepreise, Löhne über Produktivitätszuwachs) oder Angebotsverknappungen.
    • Gegenmaßnahmen bei Nachfrageinflation: restriktive Geldpolitik (Zinserhöhungen) und restriktive Fiskalpolitik.
    • Bei Angebotsschocks Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Beschäftigung (Gefahr der Stagflation); Bedeutung der Inflationserwartungen und Zweitrundeneffekte.
    Typische Nachfrage: Was misst der Harmonisierte Verbraucherpreisindex?
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    Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?

    • Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität + (Gesamtkapitalrentabilität − Fremdkapitalzins) × Fremdkapital / Eigenkapital.
    • Solange die Gesamtkapitalrentabilität den Fremdkapitalzins übersteigt, steigt die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmendem Verschuldungsgrad.
    • Leverage-Risiko: Sinkt die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzins, wirkt der Hebel negativ und die Eigenkapitalrentabilität fällt überproportional.
    • Weitere Grenzen: steigende Fremdkapitalzinsen mit zunehmender Verschuldung, Liquiditäts- und Insolvenzrisiko.
    Typische Nachfrage: Welche Rolle spielt die steuerliche Abziehbarkeit von Zinsen, und wo begrenzt die Zinsschranke dies?
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    Systematisieren Sie bitte die Finanzierungsformen eines Unternehmens. Wo würden Sie Leasing und Rückstellungen einordnen?

    • Nach der Mittelherkunft: Außenfinanzierung (Einlagen, Kredite) und Innenfinanzierung (Gewinnthesaurierung, Abschreibungsrückflüsse, Rückstellungen, Vermögensumschichtung).
    • Nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber: Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung; Mischformen (Mezzanine-Kapital, stille Beteiligung, Genussrechte).
    • Rückstellungen sind Innenfinanzierung mit Fremdkapitalcharakter (Finanzierung aus Rückstellungen, insbesondere Pensionsrückstellungen).
    • Leasing ist ein Kreditsubstitut: Nutzung ohne Kapitalbindung; Zurechnung nach den Leasingerlassen bzw. § 39 AO.
    Typische Nachfrage: Was besagt die goldene Finanzierungsregel?
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    Ein Mandant, der Gartenmöbel herstellt, erhält eine Zusatzanfrage zu einem Preis unter seinen Vollkosten. Er hat freie Kapazitäten. Wie beraten Sie ihn?

    • Entscheidung auf Teilkostenbasis (Deckungsbeitragsrechnung): Deckungsbeitrag = Erlös − variable Kosten.
    • Kurzfristige Preisuntergrenze bei freien Kapazitäten sind die variablen Stückkosten; jeder positive Deckungsbeitrag verbessert das Ergebnis, da die Fixkosten ohnehin anfallen.
    • Langfristig müssen die Vollkosten gedeckt werden (langfristige Preisuntergrenze).
    • Zu beachten sind Rückwirkungen auf das bestehende Preisgefüge, Kundenreaktionen und eventuelle Engpässe; bei Engpässen ist der relative Deckungsbeitrag je Engpasseinheit maßgeblich.
    Typische Nachfrage: Wie berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-even-Menge)?
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    Grenzen Sie bitte Kosten und Aufwand voneinander ab und nennen Sie Beispiele für Anders- und Zusatzkosten.

    • Aufwand ist der periodisierte Werteverzehr in der Finanzbuchhaltung; Kosten sind der bewertete, sachzielbezogene Güterverbrauch in der Kosten- und Leistungsrechnung.
    • Neutraler Aufwand (betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) ist kein Kostenbestandteil.
    • Anderskosten: Kosten, denen Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht, z. B. kalkulatorische Abschreibungen auf Wiederbeschaffungswerte.
    • Zusatzkosten: Kosten ohne Aufwand, z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Eigenkapitalzinsen, kalkulatorische Miete.
    Typische Nachfrage: Wie funktioniert ein Betriebsabrechnungsbogen?
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