Prüferfrage · BWL & VWL

Grenzen Sie bitte Kosten und Aufwand voneinander ab und nennen Sie Beispiele für Anders- und Zusatzkosten.

Prüferfrage zu BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken.
Challenge

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Aus dem Fach BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken und ehrlich bewerten.

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    Prüferfrage

    Grenzen Sie bitte Kosten und Aufwand voneinander ab und nennen Sie Beispiele für Anders- und Zusatzkosten.

    • Aufwand ist der periodisierte Werteverzehr in der Finanzbuchhaltung; Kosten sind der bewertete, sachzielbezogene Güterverbrauch in der Kosten- und Leistungsrechnung.
    • Neutraler Aufwand (betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) ist kein Kostenbestandteil.
    • Anderskosten: Kosten, denen Aufwand in anderer Höhe gegenübersteht, z. B. kalkulatorische Abschreibungen auf Wiederbeschaffungswerte.
    • Zusatzkosten: Kosten ohne Aufwand, z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Eigenkapitalzinsen, kalkulatorische Miete.
    Typische Nachfrage: Wie funktioniert ein Betriebsabrechnungsbogen?
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    Welche geldpolitischen Instrumente hat die Europäische Zentralbank, und welches Ziel verfolgt sie?

    • Vorrangiges Ziel ist die Gewährleistung der Preisstabilität (Art. 127 Abs. 1 AEUV); die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 % an (symmetrisches Ziel).
    • Leitzinsen: Hauptrefinanzierungssatz, Spitzenrefinanzierungsfazilität und Einlagefazilität (ständige Fazilitäten).
    • Offenmarktgeschäfte (Hauptrefinanzierungs- und längerfristige Refinanzierungsgeschäfte) sowie Wertpapierankaufprogramme.
    • Mindestreservepflicht der Kreditinstitute; Transmission über Zinsen, Kredite, Wechselkurse und Erwartungen.
    Typische Nachfrage: Wie wirkt eine Leitzinserhöhung auf Konjunktur und Inflation?
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    Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen nachfrageinduzierter und angebotsinduzierter Inflation und die wirtschaftspolitischen Antworten darauf.

    • Nachfrageinflation: gesamtwirtschaftliche Nachfrage übersteigt das Angebot (z. B. expansive Fiskal- oder Geldpolitik, Konsumboom).
    • Angebotsinflation: Kostensteigerungen (z. B. Energiepreise, Löhne über Produktivitätszuwachs) oder Angebotsverknappungen.
    • Gegenmaßnahmen bei Nachfrageinflation: restriktive Geldpolitik (Zinserhöhungen) und restriktive Fiskalpolitik.
    • Bei Angebotsschocks Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Beschäftigung (Gefahr der Stagflation); Bedeutung der Inflationserwartungen und Zweitrundeneffekte.
    Typische Nachfrage: Was misst der Harmonisierte Verbraucherpreisindex?
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    Ihr Mandant vergleicht zwei Maschinen und hat für die eine einen höheren Kapitalwert, für die andere einen höheren internen Zinsfuß ermittelt. Welche soll er nehmen?

    • Kapitalwert: Barwert aller Zahlungsüberschüsse abzüglich Anschaffungsauszahlung zum Kalkulationszins; vorteilhaft bei Kapitalwert größer null.
    • Interner Zinsfuß: Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist; vorteilhaft, wenn er über dem Kalkulationszins liegt.
    • Unterschiedliche Rangfolgen entstehen durch abweichende Wiederanlageprämissen (Kalkulationszins vs. interner Zins) sowie unterschiedliche Kapitalbindung und Laufzeiten.
    • Bei sich ausschließenden Alternativen ist der Kapitalwertmethode zu folgen, da ihre Wiederanlageprämisse realistischer ist.
    Typische Nachfrage: Wie würden Sie Ertragsteuern in die Kapitalwertberechnung einbeziehen?
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    Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?

    • Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität + (Gesamtkapitalrentabilität − Fremdkapitalzins) × Fremdkapital / Eigenkapital.
    • Solange die Gesamtkapitalrentabilität den Fremdkapitalzins übersteigt, steigt die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmendem Verschuldungsgrad.
    • Leverage-Risiko: Sinkt die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzins, wirkt der Hebel negativ und die Eigenkapitalrentabilität fällt überproportional.
    • Weitere Grenzen: steigende Fremdkapitalzinsen mit zunehmender Verschuldung, Liquiditäts- und Insolvenzrisiko.
    Typische Nachfrage: Welche Rolle spielt die steuerliche Abziehbarkeit von Zinsen, und wo begrenzt die Zinsschranke dies?
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