Prüferfrage · BWL & VWL

Ihr Mandant vergleicht zwei Maschinen und hat für die eine einen höheren Kapitalwert, für die andere einen höheren internen Zinsfuß ermittelt. Welche soll er nehmen?

Prüferfrage zu BWL & VWL. Erst selbst antworten – dann aufdecken.
Challenge

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    Prüferfrage

    Ihr Mandant vergleicht zwei Maschinen und hat für die eine einen höheren Kapitalwert, für die andere einen höheren internen Zinsfuß ermittelt. Welche soll er nehmen?

    • Kapitalwert: Barwert aller Zahlungsüberschüsse abzüglich Anschaffungsauszahlung zum Kalkulationszins; vorteilhaft bei Kapitalwert größer null.
    • Interner Zinsfuß: Zinssatz, bei dem der Kapitalwert null ist; vorteilhaft, wenn er über dem Kalkulationszins liegt.
    • Unterschiedliche Rangfolgen entstehen durch abweichende Wiederanlageprämissen (Kalkulationszins vs. interner Zins) sowie unterschiedliche Kapitalbindung und Laufzeiten.
    • Bei sich ausschließenden Alternativen ist der Kapitalwertmethode zu folgen, da ihre Wiederanlageprämisse realistischer ist.
    Typische Nachfrage: Wie würden Sie Ertragsteuern in die Kapitalwertberechnung einbeziehen?
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    Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen nachfrageinduzierter und angebotsinduzierter Inflation und die wirtschaftspolitischen Antworten darauf.

    • Nachfrageinflation: gesamtwirtschaftliche Nachfrage übersteigt das Angebot (z. B. expansive Fiskal- oder Geldpolitik, Konsumboom).
    • Angebotsinflation: Kostensteigerungen (z. B. Energiepreise, Löhne über Produktivitätszuwachs) oder Angebotsverknappungen.
    • Gegenmaßnahmen bei Nachfrageinflation: restriktive Geldpolitik (Zinserhöhungen) und restriktive Fiskalpolitik.
    • Bei Angebotsschocks Zielkonflikt zwischen Preisstabilität und Beschäftigung (Gefahr der Stagflation); Bedeutung der Inflationserwartungen und Zweitrundeneffekte.
    Typische Nachfrage: Was misst der Harmonisierte Verbraucherpreisindex?
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    Was versteht man unter dem Leverage-Effekt, und wo liegt das Risiko?

    • Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität + (Gesamtkapitalrentabilität − Fremdkapitalzins) × Fremdkapital / Eigenkapital.
    • Solange die Gesamtkapitalrentabilität den Fremdkapitalzins übersteigt, steigt die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmendem Verschuldungsgrad.
    • Leverage-Risiko: Sinkt die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzins, wirkt der Hebel negativ und die Eigenkapitalrentabilität fällt überproportional.
    • Weitere Grenzen: steigende Fremdkapitalzinsen mit zunehmender Verschuldung, Liquiditäts- und Insolvenzrisiko.
    Typische Nachfrage: Welche Rolle spielt die steuerliche Abziehbarkeit von Zinsen, und wo begrenzt die Zinsschranke dies?
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    Systematisieren Sie bitte die Finanzierungsformen eines Unternehmens. Wo würden Sie Leasing und Rückstellungen einordnen?

    • Nach der Mittelherkunft: Außenfinanzierung (Einlagen, Kredite) und Innenfinanzierung (Gewinnthesaurierung, Abschreibungsrückflüsse, Rückstellungen, Vermögensumschichtung).
    • Nach der Rechtsstellung der Kapitalgeber: Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung; Mischformen (Mezzanine-Kapital, stille Beteiligung, Genussrechte).
    • Rückstellungen sind Innenfinanzierung mit Fremdkapitalcharakter (Finanzierung aus Rückstellungen, insbesondere Pensionsrückstellungen).
    • Leasing ist ein Kreditsubstitut: Nutzung ohne Kapitalbindung; Zurechnung nach den Leasingerlassen bzw. § 39 AO.
    Typische Nachfrage: Was besagt die goldene Finanzierungsregel?
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    Ein Mandant, der Gartenmöbel herstellt, erhält eine Zusatzanfrage zu einem Preis unter seinen Vollkosten. Er hat freie Kapazitäten. Wie beraten Sie ihn?

    • Entscheidung auf Teilkostenbasis (Deckungsbeitragsrechnung): Deckungsbeitrag = Erlös − variable Kosten.
    • Kurzfristige Preisuntergrenze bei freien Kapazitäten sind die variablen Stückkosten; jeder positive Deckungsbeitrag verbessert das Ergebnis, da die Fixkosten ohnehin anfallen.
    • Langfristig müssen die Vollkosten gedeckt werden (langfristige Preisuntergrenze).
    • Zu beachten sind Rückwirkungen auf das bestehende Preisgefüge, Kundenreaktionen und eventuelle Engpässe; bei Engpässen ist der relative Deckungsbeitrag je Engpasseinheit maßgeblich.
    Typische Nachfrage: Wie berechnen Sie die Gewinnschwelle (Break-even-Menge)?
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