BFH: Spar-Menü – Aufteilungsmethode darf Einzelprodukt nicht teurer machen als im Einzelverkauf
Zwei Franchise-Schnellrestaurants verkauften Spar-Menüs aus Getränk, Burger und Pommes zum Außer-Haus-Verzehr zu einem Gesamtpreis. Umsatzsteuerlich sind das zwei Lieferungen: Getränk zum Regelsteuersatz, Speisen zum ermäßigten Satz. Die seit 01.07.2014 angewandte Food-and-Paper-Methode nach dem Wareneinsatz ist nicht sachgerecht, wenn sie dazu führt, dass auf ein Produkt des Menüs ein höherer anteiliger Preis entfällt als sein Einzelverkaufspreis.
Stand des Verfahrens
Das Wichtigste im Einzelnen
Das Finanzamt hielt die Food-and-Paper-Methode für unzulässig, weil sie nicht so einfach sei wie die Aufteilung nach Einzelverkaufspreisen und nicht zu sachgerechten Ergebnissen führe
Hintergrund: Die Gewinnspanne auf Getränke ist in der Gastronomie typischerweise höher als auf Speisen, sodass die Methode die Umsatzsteuer gegenüber der Aufteilung nach Einzelverkaufspreisen mindert
Warum das für die Prüfung zählt
Entgeltaufteilung bei unterschiedlichen Steuersätzen bleibt trotz 7 Prozent auf Restaurantleistungen seit 2026 relevant, weil Getränke weiter mit 19 Prozent besteuert werden.
Betroffene Normen
Quellen
Kurzfassung von Steuerberaterexamen.io nach den genannten amtlichen Quellen, Stand 13.10.2026. Keine Rechtsberatung.
Wissen ist gut. Prüfungsreif ist besser.
Die Prüfung fragt nicht, ob Sie eine Norm kennen, sondern ob Sie sie unter Zeitdruck anwenden. Trainieren Sie genau das – jeden Tag ein Stück, bis es sitzt.
- Lernplan bis zu Ihrem Prüfungstermin
- Klausurfälle mit Korrektur nach Punkteschema
- Prüferfragen und Kurzvortrag für die Mündliche