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Konjunktur: BIP im 2. Quartal 2026 plus 0,3 Prozent; Institute erwarten 1,3 Prozent Wachstum für 2026

Nach mehrjähriger Schwächephase befindet sich die deutsche Wirtschaft laut den Forschungsinstituten seit Ende 2025 im Aufschwung; die Wirtschaftsleistung liegt erstmals wieder über dem Niveau vor der Gaspreiskrise von 2022. Im 2. Quartal 2026 stieg das BIP preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, getragen vor allem von den Exporten. Die Gemeinschaftsdiagnose nennt den Aufschwung ungewöhnlich schwach, weil das Potenzialwachstum demografiebedingt sinkt, und kritisiert die Finanzpolitik (Titel: Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen).

Datum: Stand: 13.10.2026

Stand des Verfahrens

Destatis-Pressemitteilung Nr. 303 vom 25.08.2026; Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 vom 24.09.2026; Herbstprojektion der Bundesregierung Anfang Oktober 2026

Das Wichtigste im Einzelnen

  • BIP 2025: +0,2 Prozent preisbereinigt; 4.529,7 Mrd. Euro in jeweiligen Preisen; 54.240 Euro je Einwohner

  • Quartalsverlauf (Vorquartal, bereinigt): Q3 2025 0,0; Q4 2025 +0,3; Q1 2026 +0,4; Q2 2026 +0,3 Prozent; Q2 2026 zum Vorjahresquartal +1,0 Prozent

  • Q2 2026: Exporte +2,0 Prozent zum Vorquartal; Ausrüstungsinvestitionen rückläufig

  • Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026: BIP +1,3 Prozent (2026), +1,1 Prozent (2027), +0,4 Prozent (2028)

  • Staatliches Finanzierungsdefizit laut Instituten: 4,1 Prozent des BIP (2026), steigend auf 4,7 Prozent (2028)

  • Die Projektgruppe hält die Herbstprojektion 2026 der Bundesregierung für plausibel (Stellungnahme vom 08.10.2026)

  • Herbstprojektion der Bundesregierung (Ende September 2026): BIP +1,3 Prozent (2026), +1,1 Prozent (2027), +0,6 Prozent (2028); Verbraucherpreise +2,7 Prozent (2026) und +3,0 Prozent (2027); Potenzialwachstum 2026 bis 2031 im Schnitt 0,5 Prozent pro Jahr

  • Gegenüber der Frühjahrsprojektion (2026: +0,5 Prozent) deutlich angehoben, vor allem wegen stärkerer Exporte; Bauinvestitionen und Arbeitsmarkt schwächer eingeschätzt

Warum das für die Prüfung zählt

Wachstumszahlen, Potenzialwachstum, expansive Fiskalpolitik und Demografie sind die Bausteine jeder Konjunkturfrage in der mündlichen Prüfung.

Quellen

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